lunedì 9 aprile 2018

Friedrich Dietz, Grammatik der romanischen Sprachen, Zweiter Theil, Fünfte Auflage, Bonn 1882. - Wortbiegungslehre.

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GRAMMATIK DER ROMANISCHEN SPRACHEN
von Friedrich Dietz.
Zweiter Theil.
Fünfte Auflage.
Bonn 1882.

Zweites Buch.

Wortbiegungslehre.

Die rom. haben, wie andere neuere Sprachen, einen Theil der alten Biegungsformen eingebüsst. Die Ursache liegt in einer gewissen der Volkssprache natürlichen Nachlässigkeit: die strenge von den Gesetzen der Quantität abhängige Aussprache jener Formen so wie ihre Mannigfaltigkeit wird unbequem, ihr Laut wie ihre Bedeutung verdunkelt sich, und endlich sucht der nach Deutlichkeit strebende Sprachsinn diesen in dem Organismus der Sprache entstandenen Mangel durch angemessene Httlfswörter zu ersetzen. Diese stehen entweder selbständig oder als Affixe da, pflegen aber aus ihrer individuellen Bedeutung in eine abstracte, der grammatischen Form, welche sie vertreten, entsprechende überzugehen. Eigentlich wäre die Abhandlung dieser Hülfswörter als vollkommener Gegensätze aller Flexion der Flexionslehre fremd und müsste theils in die Wortbildung, theils selbst in die Syntax verwiesen werden. Allein ihre Absonderung von jenem Theile der Grammatik würde das, was sich in dem Gefühle der Völker zu einem Ganzen gestaltet hat, zerreissen und Lücken zur Schau stellen, welche nicht einmal die Grammatik synthetischer Sprachen duldet; und so scheint es räthlich, die systematische Strenge zu Gunsten der practischen Anschaulichkeit bei Seite zu setzen und jene Hülfswörter den Biegungsformen unmittelbar beizufügen. 


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Titel-Abkürzungen. - Friedrich Dietz, Grammatik der romanischen Sprachen. Bonn 1882.

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